Internationales Konsortium demonstriert die Effektivität einer groß angelegten Proteindatenbank in einer Studie
Ein Artikel veröffentlicht in Nature Medicine Dies belegt die Effektivität einer umfangreichen Demenzproteindatenbank mit einheitlich formatierten und leicht kombinierbaren Daten. Die Datenbank des Global Neurodegeneration Proteomics Consortium (GNPC) dient Wissenschaftlern, die FTD und andere neurodegenerative Erkrankungen erforschen, als Ressource, um die mit diesen Erkrankungen assoziierten Proteinsignaturen besser zu verstehen. Diese gemeinsame Ressource kann die skalierbare Biomarker-Entdeckung fördern, indem sie Unterschiede in Datenformaten, erfassten Datenpunkten und Zugangsbeschränkungen beseitigt.
AFTD Ausbildungsstipendium für klinische Forschung Empfänger Rowan Saloner, PhD, und Beschleunigung der Wirkstoffforschung für FTD Der Stipendiat Jeffery Rothstein, MD, PhD, gehört zu den Koautoren der Studie. Das Stipendium für klinische Forschungsausbildung wird durch die Unterstützung des Holloway Family Fund sowie durch zusätzliche Unterstützung der American Brain Foundation in Zusammenarbeit mit der American Academy of Neurology ermöglicht. Das Projekt „Accelerating Drug Discovery for FTD“ wird durch die Partnerschaft der Alzheimer’s Drug Discovery Foundation und AFTD gefördert.
Analyse deckt unterschiedliche Proteinspiegel bei verschiedenen Demenzerkrankungen auf
Diese erste Studie des GNPC verdeutlichte, wie die umfangreiche Proteindatenbank durch verschiedene Analysen zentrale Forschungsfragen beantworten kann. Jede Analyse liefert Einblicke in einen spezifischen Aspekt der frontotemporalen Demenz (FTD) und anderer Demenzerkrankungen. Die Analyse zeigte, wie die Konzentrationen Tausender verschiedener Proteine bei unterschiedlichen Demenzformen variieren und ein breites Spektrum pathologischer Veränderungen und Demenzmerkmale widerspiegeln. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass Blutproteinprofile den Trägerstatus für ein Risikogen widerspiegeln, das häufig mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht wird.
Bemerkenswerterweise korrelierte eine Gruppe von Proteinen mit dem Schweregrad der klinischen Beeinträchtigung bei frontotemporaler Demenz (FTD), Alzheimer und Parkinson. Hohe Konzentrationen der 256 Proteine umfassenden Gruppe waren mit niedrigeren Werten in kognitiven Tests und einem höheren Clinical Dementia Rating (CDR)-Wert, einer weit verbreiteten Skala zur Beurteilung des Demenzschweregrads, assoziiert. Die Stärke der Korrelation zwischen den Konzentrationen der Proteingruppe und dem klinischen Schweregrad variierte je nach Demenzform, wobei die stärkste Korrelation bei FTD beobachtet wurde.
Die Studie liefert nicht nur neue Erkenntnisse zu FTD und anderen Demenzerkrankungen, sondern demonstriert auch den Nutzen einer umfangreichen Proteindatenbank. Die gleichzeitige Analyse einer großen Anzahl von Proteinen kann nicht nur die zugrundeliegenden Mechanismen von Demenz aufklären, sondern auch die Suche nach Angriffspunkten für potenzielle Medikamente erheblich erleichtern. Umfangreiche Datenbanken können Wissenschaftlern zudem helfen, Methoden zum Nachweis von Protein-Biomarkern zu verfeinern und so den Weg für zugänglichere Diagnoseverfahren wie Bluttests zu ebnen.
Internationale öffentliche und private Zusammenarbeit half beim Aufbau der Proteindatenbank
Wie die Autoren betonen, stehen Wissenschaftler bei der Analyse großer Datenmengen vor mehreren Herausforderungen. Zu den Hindernissen zählen die unterschiedlichen Regeln zum Datenaustausch in verschiedenen Ländern sowie die abweichenden Prioritäten von Forschungs- und Industrieorganisationen. Das GNPC hat sich zum Ziel gesetzt, diese Herausforderungen zu bewältigen, um die Entwicklung von Biomarkern und Medikamenten zu fördern und unser Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen von Demenzerkrankungen wie der frontotemporalen Demenz (FTD) zu vertiefen.
Hierfür stellten 23 Partnerorganisationen innerhalb des GNPC, darunter Studien wie ALLFTD und Institutionen wie die Mayo Clinic, Daten von 18.645 Personen mit FTD, ALS, Alzheimer oder Parkinson zur Verfügung, die GNPC-Kliniken aufgesucht hatten. Die Proteindaten wurden mit den bei jedem Besuch erhobenen demografischen und klinischen Daten kombiniert.
Allerdings sind Messdaten, die dasselbe messen, nicht immer identisch, da Kliniker und Forscher ihre Befunde oft unterschiedlich erfassen. GNPC hat sich jedoch bemüht, die erhaltenen Messungen zu harmonisieren und sicherzustellen, dass zusammengehörige Datenpunkte (z. B. Messungen eines bestimmten Proteins in der Zerebrospinalflüssigkeit verschiedener Personen) einheitlich formatiert sind und sich ergänzen. Harmonisierte Datensätze sind für größere Studien wichtig, da Forscher so leichter auf größere Datenmengen zugreifen können, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Das FTD-Erkrankungsregister: Ein leistungsstarkes Instrument für die FTD-Forschung
Umfangreiche Datenbanken und Krankheitsregister sind wertvolle Werkzeuge für Forscher, um Demenzerkrankungen wie FTD besser zu verstehen. Melden Sie sich an unter FTD-Krankheitsregister Informieren Sie sich über Rekrutierungsstudien, die Ihren Interessen entsprechen. Möglicherweise kommen Sie auch für die Online-Registerstudie in Frage, um Ihre Erfahrungen mit Diagnose, Familiengeschichte, persönlichen Erfahrungen, Gentests, Krankenakten und mehr mitzuteilen. Gemeinsam sind wir stark. Je mehr Teilnehmende, desto näher kommen wir einer Zukunft ohne FTD.
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